Finnland 3

Möge die Straße…

So oder so ähnlich sehen viele Straßen in Finnland aus. Man kann unterscheiden zwischen geradeaus, S-Kurve rechts oder links, aufwärts oder abwärts. Immer gibt es Wald oder Wasser oder beides zu sehen. Wir fahren auf unseren Rädern über diese Straßen, das geht mal ganz unbeschwert und beschwingt, so dass wir nur so dahin brausen, Kilometer um Kilometer. Dann wieder gibt es Phasen, in denen jeder einzelne Meter hart erkämpft wird. Entscheidend ist vor allem das Wetter: mit Sonne stört der Gegenwind nicht soooo, mit Wolken und Regen ist er eher unerträglich. Aber auch der Belag ist wichtig: Asphalt ist sehr schön, wenn er nicht durch unzählige Frostbeulen zu einer Buckelpiste mutiert. Schotterstraßen gibt es auch. Die sind anstrengend, aber zum Glück auf unserer Route nicht so zahlreich. Die Straßen wellen sich durch das Land, so haben wir immer kleine Anstiege, die wir dann auf der anderen Seite entspannt runterrollen könnten (wenn uns nicht gerade der Wind daran hindert). Schön ist es auch, wenn der Weg sich schlängelt, das macht neugierig und spornt an.

Wo die Straßen entlanglaufen und welche Route wir fahren könnt ihr bei „Die Idee“ einsehen. https://hinundweg.blog/die-idee/

Je kleiner und unbedeutender die Straße, desto ruhiger ist es und wir können nebeneinander herfahren. Sind die Straßen größer und wichtige Verbindungsstrecken, ist es voll und wir fahren hintereinander her. Auch die Autofahrer*innen sind dann nicht mehr so gelassen. Da wird schon mal geschnitten und mit unangenehm wenig Abstand überholt.

Noch sind wir in der Hauptsaison unterwegs und mit uns viele Motorradfahrer und noch mehr Wohnmobile. Auf den wichtigen Verbindungsstraßen zählen wir pro Tag um die 150 Camper.

Fahrradfahrer treffen wir nicht so viele. Einige treffen wir dafür immer wieder, weil wir auf den gleichen Strecken unterwegs sind. Britta, eine Radlerin aus Hamburg, die schon ganz Europa mit dem Rad erkundet hat, kennt sich in Finnland aus wie keine andere. Sie hat uns mit guten Tipps versorgen können, welche Zeltplätze gut sind und wo wir noch einkaufen müssen, weil es die letzte Möglichkeit für die nächsten 100 km ist. Für solche Hinweise sind wir sehr dankbar. Tim, ein Radler aus Helsinki, den wir in Juuma getroffen haben, versorgt uns ebenfalls mit sehr guten Tipps und weist auf Sehenswürdigkeiten hin. Das kann so passgenau kein Reiseführer leisten.

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