Hallo Estland: Tallinn

Wir sind in Estland angekommen! Zuvor hatten wir in Finnland noch das Gefühl, schnell Dinge besorgen zu wollen, die wir im Baltikum nicht mehr bekommen werden können. Was wir dann aber bei Licht betrachtet auch verrückt finden, kommen wir doch in ein neues Land, wo wir neue Dinge ausprobieren wollen. Finnland ist uns nur in den letzten vier Wochen so vertraut geworden, dass wir mit einem kleinem Wehmutsgefühl „Tschüß“ sagen.

Aber dann geht es auf die Fähre von Helsinki nach Tallinn und die Vorfreude ist da: Ein neues Land. Europa ist schon toll! Runter von der Fähre und rein in die Stadt, einen Impfpass oder andere Dokumente wollte niemand sehen. Das irritiert uns im ersten Moment und dann fahren wir los. Als erstes stoßen wir auf ein Straßenschild, das die Euroveloroute anzeigt. Hier sind wir richtig!

Finnland war ein großer Teil unserer Route und in der Vorbereitung haben wir uns darauf fokussiert und immer gedacht „alles weitere sehen wir dann, erstmal müssen wir losfahren“. Diesen ersten großen Abschnitt haben wir jetzt hinter uns, wobei wir feststellen, dass wir noch nicht genau wissen, wie es nun weitergeht und erst noch eine genauere Vorstellung entwickeln müssen. Wir haben ein Reisetief, das Wetter in Tallinn ist doof, über die Stadt und das Land wissen wir noch wenig und wir müssen uns erst mal neu justieren.

Nach unserer Ankunft schlendern wir noch durch die abendliche Stadt und bleiben am alten Markt an einem Restaurant hängen. Mitten in der Touri-Meile. Unsere Bedienung ist ein wahrer Ausbund an Geduld, hört sich geduldig unsere stammelnden Estnisch-Versuche an und quittiert alles wohlwollend. Wir fühlen uns wie schusselige Schüler*innen, vergessen alle Silbenketten sofort und müssen immer wieder nachschauen und nachfragen. Noch steckt hinter dieser Sprache keinerlei Logik, die wir erkennen können. Aber ein paar Tage werden wir noch in Estland sein und „Danke“ können wir jetzt sagen. Und Aperol Spritz wird nicht übersetzt….das geht so auch auf Estnisch!

Kathrin, sonst immer die Frau mit dem Reiseführer in der Hand ist auffallend zurückhaltend. Och je, Autos und Lärm. Aber dann finden wir einen Buchladen mit gebrauchten Büchern und einen Reiseführer über das Baltikum. Yeah! Schon 10 Jahre alt, aber was die ganz alten Sachen angeht wird er noch passend sein. Und Kathrin freut sich und ist im Reisebuchhimmel. Eine gute Radreisekarte für Estland finden wir auch noch und so steigt langsam auch die Vorfreude wieder auf den nächsten Teil der Tour.

So geht es weiter: erst machen wir noch zwei Tage lang unsere Erfahrungen hier und dann sind wir wieder auf unserer Route Richtung schwarzes Meer. Erst einmal nach Riga, von da aus sehen wir dann weiter. Aber jetzt erst einmal: Tallinn!

5 Kommentare zu „Hallo Estland: Tallinn

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