Es geht durch Litauen Richtung Polen. Es ist eine landwirtschaftliche Region und so kommen wir an vielen großen Höfen vorbei. Felder und Wiesen bestimmen das Bild. Das Wetter ist sehr fahrradfreundlich und so gleiten wir entspannt durch das Land. Schon fast an der Grenze zu einem Idylle-Überfluss.






Am frühen Morgen radelt mit uns ein Soldat über die Straße. Zum Nato-Gipfel in Vilnius wird er es nicht mehr rechtzeitig schaffen.

Und dann sind wir in Polen. Der Grenzübergang ist unspektakulär. Kontrollen gibt es ein paar auf der Gegenseite, bei der Einreise nach Litauen, aber das ist wohl dem NATO-Gipfel geschuldet und keine dauerhafte Einrichtung. Wie an anderen innereuropäischen Einrichtungen rotten die Übergänge etwas vor sich hin.



Wir sind nicht wirklich gut vorbereitet auf diese Route und fahren mit unseren üblichen Navigationsmitteln mehr oder weniger ins Blaue. Da stellen wir fest, dass es in Polen einen Radweg gibt: Green Velo. Er führt von Elblag (im Norden) entlang der russischen, litauischen und belarussischen Grenze in den Süden des Landes. Den nördlichen Teil dieses Weges können wir fahren, der Weg ist gut ausgeschildert und verläuft immer wieder auf alten Bahntrassen (keine großen Steigungen). Gut beschildert heißt aber nicht unbedingt gut ausgebaut, denn es ist viel Schotterpiste mit Querrillen dabei und an einer Stelle müssen wir zwei große Erdhügel meistern und dann über eine alte Brücke …. Schieben ist hier die bessere Option!





Da hätte ich euch ja gerne begleitet. Das ist die Landschaft, in der die polnische Lyrik in meinem ersten Gymnasialjahr beheimatet ist.
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