Es geht los

Gestern sind. wir aufgebrochen. Nachdem wir gefühlt mindestens fünfzigmal die Taschen ein- und wieder ausgepackt haben, versucht haben zu reduzieren und letzen Endes bestimmt doch zu viel dabei haben, sind wir nun wirklich unterwegs.

Etwas erschwert wurde der Abschied durch das herannahende Unwetter in Dortmund und der Befürchtung, dass unser Keller mit Wasser vollläuft. Vor einigen Jahren war das schon einmal der Fall: wir hatten 1 m Wasser im Keller und ein Jahr lang zu tun um alles wieder flott zu bekommen. Die Jungs haben uns weggeschickt, weil sie meinten, dass sie das hinbekommen (und weil sie uns endlich los und das Haus für sich haben wollten). Und so war es dann auch. Kaum Wasser im Keller. Nix passiert und wir erleichtert.

Wir sind gefahren. Das erste Stück mit dem Zug zu Kathrins Eltern. Dort gab es lecker Essen und einen Saunabesuch, damit wir uns auf Finnland einstimmen. Kathrins Mama hat einen Wimpel mit der finnischen Flagge irgendwo gefunden. Der ziert nun das Rad. Jetzt gerade sitzen wir in Travemünde, in der alten Vogtei und stärken uns für die lange Fahrt mit der Fähre nach Helsinki, die zu dem ungewöhnlichen Zeitpunkt um 3 Uhr morgens ablegt. Sommerliches Flair, nachdem wir gestern Regen wie aus Badewannen hatten… Finnland wir kommen.

Langsam wird es ernst

Viele liebe Nachbarn feiern mit uns und verabschieden uns mit einem wunderbaren Singe-, Grill und Tanzfest in unser Abenteuer. So wird der Abschied sehr schwer. Mit vielen guten Wünschen, guten Liedern, leckerem Essen und wunderschönen Geschenken fühlen wir uns gesegnet für das Abenteuer. Anders können wir das gar nicht benennen. Freu, freu, freu

Carlos, unser Gartenstier wird mit einbezogen.
Wir werden von Oma Ilse bewunken
Der Himmel leuchtet

Wir schreiben einen Blog

Wir versuchen unseren Blog zu gestalten. Kann ja nicht so schwer sein. Das schaffen andere doch auch und überhaupt: ist nicht alles heutzutage idiotensicher?

Leider Nein! Wir scheitern sehr häufig und es gelingt uns nicht auch nur ansatzweise das Programm zu verstehen. … Wir sind keine digital natives. Also: KINDER! Unser großer Sohn arbeitet sich in die Materie ein und erklärt es uns geduldigst, damit wir unterwegs nicht jedesmal eine Standleitung aufbauen müssen.

Es kann also sein, dass sich einiges doppelt, verschwindet, den Ort wechselt, keine angekündigten Fotos zu sehen sind, oder auch einfach gar kein Text…. wie gehen fest davon aus, dass wir im Laufe der Zeit immer besser werden.

Erste Proben

Unser neues Zelt muss vorher einmal aufgebaut werden. Bevorzugt im Trockenen, damit es dann bei Regen um so schneller geht.

Bei einer ersten Tour im Juni fahren wir mit Rädern und Zelt zu Kathrins Eltern. Zelt, Isomatten, Schlafsäcke und Stuhl erfüllen alle Erwartungen. Es kann also weiter geplant werden. Es ist gar nicht so leicht zu entscheiden was wir brauchen und was nicht. Die Camping/Trekking/Survival-Industrie hat ganz wunderbare Vorschläge und Ideen. Wenn wir all das mitnähmen, bräuchten wir eine Karawane, um von A nach B zu kommen. Also was brauchen wir wirklich für uns? Wir sind sehr sicher, dass unsere Espressokanne und die Instrumente mitkommen müssen. (Ukulele und Flöte ja, Klavier und Schlagzeug nein) Aber mit der Espressokanne brauchen wir ein passendes Topfkreuz, Espressopulver und die beiden Espressotassen. Das ist dann wieder einiges mehr an Gewicht und Volumen. Es ist eben nicht so leicht sich auf das “Wesentliche” zu konzentrieren. Wieviele echte Bücher können mit, zusätzlich zum Ebook? Welche Ladekabel müssen in die Gepäcktaschen, welche Adapter…. es gibt noch viel zu bedenken.