Donau Deutschland

Wir beginnen unsere Donaureise bei strahlendem Sonnenschein in Regensburg. Die Stadtmitte wunderschön, so sagt man, wir haben keine Lust uns das anzuschauen, wir wollen aufs Rad und nach so vielen Tagen im Sitzen erst einmal fahren. Aber wo ist jetzt bitteschön der Radweg? Da wir suchende Touristen sind und auch so aussehen, kommt schnelle Hilfe in Form eines Regensburger Radelbürgers, der gerade einen kleinen Ausflug machen will. An einer Ampel an der wir stehen fragt er nach dem Woher und Wohin und bietet dann an uns auf den rechten Pfad zu setzen. Dankbar folgen wir ihm und schon sind wir auf der richtigen Spur.

Die Sonne scheint, es ist warm und Sonntag. Auf den ersten 10 km Radweg entlang der Donau sehen wir mehr Fahrradfahrer als in den letzten 10 Wochen zusammen. Wir müssen gut aufpassen wo wer wen wie überholen will. Der Radweg ist eine Autobahn: alles super beschildert, flach und ausgebaut. Nach unseren vorherigen Erfahrungen schon fast ein wenig langweilig. Aber nur fast. Leonie ist schon mit uns Rad gefahren und versteht genau was Kathrin sagt, wenn sie meint: „fliegen“.

Und wir sind wieder in einem anderen Land. Es ist grob geografisch gesehen unsere Heimat, aber wir sind in Bayern…. Wir verstehen die Sprache nicht immer sofort. Und weil wieder alles anders ist, müssen wir uns neu kalibrieren und unsere Wünsche und Bedürfnisse ausloten.

Das ist nicht immer einfach! Wenn wir hier berichten was wir erlebt haben, dann haben wir viele Unstimmigkeiten und Herausforderungen schon geschafft. In der Rückschau ist es immer leichter. Wir sind aber in unseren Wünschen und Bedürfnissen sehr unterschiedlich: Ben möchte gerne viel chillen und den Tag auf sich zukommen lassen. Kathrin möchte gerne viele Kilometer auf dem Rad wegfahren und noch ein paar Kirchen, Museen und und andere Dinge mitnehmen. Das bekommen wir nicht immer reibungslos unter einen Hut. Das gehört aber wohl auch zu so einer langen Reise, bzw. einer Zeit die wir selbst gestalten ohne die sonstigen Leitplanken, wie Arbeit, Familie und Hobbies.

Und warum wir das hier erzählen? Weil wir von unserer Reise berichten wollen und dazu gehört eben auch, dass wir nicht immer mit einem Lächeln alle Schwierigkeiten an uns abperlen lassen, sondern dass wir in jeder Hinsicht unsere Grenzen ausloten. Ja, es ist anstrengend und fordernd und dann auch wieder glücklichmachend.

6 Kommentare zu „Donau Deutschland

  1. Ich glaube auch, entweder bringt einen so ein kräftezehrendes Abenteuer auseinander, oder schweißt einen für immer untrennbar zusammen. Ich wünsche euch letzteres und bin ganz guter Hoffnung, wie ich euch kenne. Weiterhin gute Fahrt!

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  2. Ben, hätte einen partnerschaftlich verbindenden Tipp mit Zufriedenheitsgarantie für dich:
    ZIMTSCHNECKEN!! ( die sind hier schon länger nicht mehr erwähnt worden! – Entzugserscheinungen?
    Oder für dich Katrin, mach mit Ben eine Führung durch bayrische Schulen, ich bin sicher, da setzt der Fluchtreflex bei ihm ein!!
    Ihr seid ein tolles Teampaarfreunde!!
    Ach ja und wenn’s wichtig wird…
    …igSaR

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  3. Der Donauradweg ist ja breit genug, um ein wenig Abstand zu halten. Aber er ist er auch nicht breit genug, um nicht anschließend wieder bestens zusammen zu kommen. Da habe ich bei euch keine Sorgen.

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  4. Trotz mancher unterschiedlichen (Reise-) Bedürfnisse, die ja auch im Alltag völlig normal sind,
    passt zwischen Euch Beiden höchstens eine Briefmarke. Aber nur senkrecht !!

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