Donau Österreich

Jetzt sind wir in Österreich. Und es ist wieder ein neues Land, mit gleichen Buchstaben im Alphabet aber komischerweise einer ganz anderen Sprache und anderen Gepflogenheiten. Da die Nächte kalt und nass sind, ganz wie es sich für den Herbst gehört, übernachten wir inzwischen in Gasthäusern, Hotels und Pensionen.

Zimtschnecken gibt es hier leider nicht, aber Österreich hat famose Alternativen zu bieten: Linzer Torte, Sachertorte, Marillen-, Topfen-, Zwetschgen- und Apfelstrudel, Gebäck in 1000 Variationen und Plunder in ebensovielen Variationen, Palatschinken, Torten, Kuchen und noch viel mehr. Wir werden es nicht schaffen uns durch die Vielfalt hier hindurchzuprobieren.

Die Donau haut uns um. Wir sind ohne Vorbereitung und ohne Erwartung hier gelandet und uns beeindruckt die Vielfalt der Landschaft, die wir durchradeln: flache Auenlandschaften werden von steilen Felshängen abgelöst und gehen in Weinhänge über. Die Donau ist mal wahnwitzig breit und wird dann wieder schmaler, weil die Berge kaum einen Durchfluss lassen. Spannend! Außerdem quillt hier Kultur aus allen Ritzen und Ecken. Wir sind sehr banausig und schauen uns fast alles nicht an. Lieber versucht Ben die Menschen auf den unzähligen Flusskreuzfahrtschiffen zum Winken zu animieren.

Und der Radweg ist die ganze Zeit super ausgeschildert. Nichts wird dem Zufall überlassen. Immer zeigen Schilder an wo es lang geht und falls man das verpasst haben sollte, gibt es Pfeile auf dem Boden. Die Autofahrer werden darauf hingewiesen, wenn verpeilte Radfahrer den Weg kreuzen könnten. Das kommt aber wenig vor, denn der Radweg verläuft möglichst getrennt von den Autos. Sehr einfaches Fahren. Wir kommen uns unterfordert vor und freuen uns über kleine Strecken auf denen Mal ein paar Huckel sind.

Einen Fluss muss man ab und zu überqueren. Meist geht das mit einer Brücke aber auf dem Donauradweg sind auch viele Fähren zu finden, die einen flott an das andere Ufer bringen. Wir fahren mit der Fähre so oft es geht, denn der Radweg geht auf beiden Seiten des Ufers entlang. Da können wir, wann immer wir eine Fähre finden das Ufer wechseln. Zumindest bis Anfang Oktober, dann ist die Saison vorbei und einige Fähren stellen den Dienst ein.

Und nicht nur die Landschaft ist toll, die Menschen sind es auch. Alle – also wirklich Alle – grüßen und lächeln wenn wir vorbei fahren. Wir werden oft angesprochen was wir machen, wo wir hin und wollen und so weiter. Es gibt hier so viele Radfahrer und alle sind höflich und freundlich zueinander.

Wir landen in Krummnussbaum (das ist ein Ort). Da übernachten wir und sitzen, bis das Zimmer fertig ist, im Biergarten. Sofort werden wir angesprochen was wir so machen, ob wir mit dem Rad unterwegs seien und wo wir noch hin wollen. Die beiden Herren, Franz und Sepp, versorgen uns mit Informationen über den Ort, den Radweg und Wien. Zack, nette Leute getroffen. Toll!

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