Französische Fundstücke

Wir radeln durch die Bretagne, um nach Roscoff zu gelangen, denn von dort wollen wir die Fähre nach Irland nehmen. Der Weg führt uns auf dem Eurovelo 4 entlang und so bekommen wir einen spannenden Mix aus Küste, Feldern und verwunschenen Wäldern zu sehen. Wir waren schon einige Male in diesem Landstrich und sind erstaunt, wie anders wir ihn auf dem Rad wahrnehmen! Kleine Orte, die schon von weitem an den hohen und schlanken Kirchtürmen zu erkennen sind, herrliche Wälder mit Bäumen, die riesig sind, Blumen ohne Ende, die die Häuser umschließen, Kühe, Küste, Wasser und Ebbe…. Wir sind hin und weg!

Was uns unseren gesamten Weg durch Frankreich, von Marseille bis in die Bretagne begleitet, sind Schussgeräusche. In unregelmäßigen Abständen sind diese Schüsse zu hören. Die Anlagen sollen dazu dienen, die Vögel von den Feldern fernzuhalten, damit sie nicht die Saat auffressen. Es muss wohl funktionieren, denn sonst würde ja nicht ganz Frankreich mit diesem System arbeiten? Unser Eindruck ist dennoch, dass sich die meisten Vögel wenig davon beeinflussen lassen.

Wir schauen uns kleine und größere Kirchen an, an denen wir vorbei kommen. Wir wissen nichts über sie und haben keine Ahnung, in was wir da reinstolpern. Wir gehen einfach nur rein, wenn sie auf dem Weg liegen und wir gerade Lust dazu haben. In einer der Kirchen sehen wir eine Wand, die aussieht, als würden dort Vogelhäuschen ausgestellt sein. Bei näherem Hinschauen entpuppen sich die Vogelhäuschen als Schädelschreine: es werden die Schädel der Verstorbenen dort aufbewahrt (was ja dann doch eine Art Vogelhäuschen ist).

„Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit“ ist das Motto unter dem Frankreich steht und das findet sich an fast jedem Rathaus. In der Bretagne auch auf bretonisch!

Als wir in Italien wegfuhren, ging dort gerade die Artischockenzeit zu Ende. Nun sind wir um einiges weiter im Norden und finden uns mitten in der Artischockenzeit, nun eben in Frankreich! Auf den Feldern stehen die kugeligen Früchte und auf den Märkten türmen sie sich!

Wir fahren nach Roscoff, ein kleiner Ort, von dem die Fähre nach Irland ablegt. Wir bekommen noch einen Platz und nach einem letzten Blick auf Frankreich geht es durch die Nacht nach Irland.

2 Kommentare zu „Französische Fundstücke

  1. Von „Süd- Kelten“ nach „Süd-West-Kelten“: Ihr beiden haltet den Celtic Spirit wirklich aufrecht !
    Ab jetzt müsst Ihr aber Euer gelerntes Schul-Englisch ´ne Weile in die Ecke stellen.
    Jetzt wird nämlich Irish English gesprochen. Viel Spaß beim Dechiffrieren !!🍺🥃

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  2. So wunderschön, habe immer das Gefühlt, ich bin dabei. Gute Reise und freu mich schon auf die Berichte aus Irland. Weiter so und bleibt gesund

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